WAS SIND EIGENTLICH
BALLASTSTOFFE?

Ballaststoffe sind weitgehend unverdauliche Pflanzenbestandteile, die vor allem in Getreide, Obst, Hülsenfrüchten und in geringen Mengen auch in Milch vorkommen. Anders als das Wort „Ballast“ sagt, sind die Ballaststoffe jedoch ein sehr wesentlicher Bestandteil der menschlichen Ernährung.

WARUM BALLASTSTOFFE?

Die Wirkung von Ballaststoffen ist schon vielfältig untersucht worden. Mehrere Studien belegen, dass eine ballaststoffreiche Kost das Risiko von Krankheiten an den Herzkranzgefäßen senkt. 1,2,3,4,5

Es gibt Hinweise, dass die Gefahr der Bildung von cholesterinhaltigen Gallensteinen bei einer ballaststoffreichen Kost abnimmt. 6,7

Der Anstieg des Blutzuckers nach dem Essen verläuft bei hohem Ballaststoffanteil weniger steil. Deshalb wird gerade Diabetikern empfohlen, sich ballaststoffreich zu ernähren.

Ob Ballaststoffe auch den Cholesterinspiegel und das Risiko für Darmkrebs senken, ist noch in der wissenschaftlichen Diskussion.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, täglich mindestens 30 Gramm Ballaststoffe zu sich zu nehmen, am besten durch Vollkornprodukte, Gemüse, frisches oder getrocknetes Obst und Nüsse. Gleichzeitig soll man auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten.

Eine Verzehrstudie ergab, dass die Realität leider ganz anders aussieht: 68 % der Männer und 75 % der Frauen nehmen deutlich weniger Ballaststoffe zu sich. 

Quellen

  1. H. Wu et al.: Dietary fiber and progression of atherosclerosis: the Los Angeles Atherosclerosis Study. In: Am J Clin Nutr., 2003 Dec, 78(6), S. 1085–1091, PMID 14668268.
  2. Hochspringen  AT. Erkkila et al.: Cereal fiber and whole-grain intake are associated with reduced progression of coronary-artery atherosclerosis in postmenopausal women with coronary artery disease. In: Am Heart J., 2005 Jul, 150(1), S. 94–101, PMID 16084154.
  3. Hochspringen  LA. Bazzano et al.: Dietary fiber intake and reduced risk of coronary heart disease in US men and women: the National Health and Nutrition Examination Survey I Epidemiologic Follow-up Study. In: Arch Intern Med., 2003 Sep 8, 163(16), S. 1897–904, PMID 12963562.
  4. Hochspringen  P. Pietinen et al.: Intake of dietary fiber and risk of coronary heart disease in a cohort of Finnish men. The Alpha-Tocopherol, Beta-Carotene Cancer Prevention Study. In: Circulation, 1996 Dec 1, 94(11), S. 2720–2727, PMID 8941095.
  5. Hochspringen  D. Lairon et al.: Dietary fiber intake and risk factors for cardiovascular disease in French adults. In: Am J Clin Nutr., 2005 Dec, 82(6), S. 1185–1194, PMID 16332650.
  6.  C.J. Tsai et al.: Long-term intake of dietary fiber and decreased risk of cholecystectomy in women. In: Am J Gastroenterol., 2004 Jul, 99(7), S. 1364–1370, PMID 15233680.
  7. Hochspringen  S. Arffmann et al.: Effect of oat bran on lithogenic index of bile and bile acid metabolism. In: Digestion, 1983, 28(3), S. 197–200, PMID 6321282.
  8. Nationale Verzehrsstudie II, Teil 1, Veröffentlichung des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz; Nationale Verzehrsstudie II, Teil 2, Veröffentlichung des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz